Romane

Nach einer langen Zeit, in der mich Inspirationen für sehr, sehr kurze Geschichten fast täglich überfielen, kam plötzlich die eine Idee, die irgendwie nicht auf eine Din-A4-Seite passen wollte. Der Plot zu einem ersten Roman reifte heran.

Obwohl ich mir ein längeres Projekt eigentlich gar nicht so recht zutraute, setzte ich mich doch an meinen Laptop und tippte das erste Kapitel von Buchland. Nach drei Anthologien voll mit Kurzprosa fühlte sich der Schritt zur langen Form des Erzählens zunächst merkwürdig an. Doch je tiefer ich in die Handlung um Beatrice und das geheimnisvolle Buchantiquariat eintauchte, um so mehr forderte mich diese Fantastik-Story. Sie erzählte sich schließlich wie von selbst. Ich musste nur noch den Worten lauschen, die in meinem Kopf flüsterten.

Auch mein nächstes Projekt sollte ein Roman werden. Die rabenschwarze Hommage an das Krimigenre wollte sich selbst aber nicht zu ernst nehmen. Eine leichte Komödie zu schreiben, machte eigentlich richtig Spaß. Dennoch sagte ich mir, nachdem ich das Wörtchen „Ende“ unter das Manuskript von Der Letzte beißt die Hunde gesetzt hatte, dass ich mich niemals mehr an dieses Genre heranwagen werde. Inzwischen habe ich jedoch einen weiteren Krimi angefangen, in dem auch Mimi und Norbert ihren Gastauftritt haben werden.

Buchland sollte niemals eine Trilogie werden. Aber irgendwie erzählte sich die Geschichte immer noch weiter. Ziemlich rasch stand fest, dass noch ein zweiter Teil folgen musste, denn für Beatrice war noch zu viel in der Schwebe. Außerdem war da noch dieser Quirinus, der unbedingt in den Keller des Antiquariats hinunter wollte.

Blöd nur, dass mir gleich zwei mögliche Enden für dieses Abenteuer im Hirn herumgeisterten. Beide Höhepunkte waren für einen Plot zu viel. Und das ist auch der Grund, warum gerade der letzte Teil der Trilogie entsteht. Nach „Bibliophilia – Das Ende des Buchlands“ wird dann aber endgültig Schluss sein. Ganz bestimmt. Ehrlich.