Daimonia

Daimonia

By Markus Walther, Februar 15, 2026

Im Jahre 2018 habe ich mit dem Schreiben am fantastischen Roman „Daimonia“ begonnen. Geplant war eine kleine Geschichte mit vielleicht 200 Seiten, über drei kleine Teufel, die auf unsere Welt geschicht werden, um Chaos und Zerstörung zu verbreiten. Leider hätte das Schicksal den Dreien immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt dem Bösen den Weg zu bereiten, hätten sie unfreiwillig immer nur Gutes getan. Die ersten Notizen hatte ich schnell verworfen. Aus drei kleinen Teufeln wurden zwei Dämonen und ein Rabe. Auch die Handlung hat sich im Laufe des kreativen Prozesses grundlegend geändert.

Ein Jahr später, also 2019, hatte ich auf Facebook (https://www.facebook.com/Buchland/) vollmundig angekündigt, dass ich vielleicht zum Ende des Jahres mein fertiges Manuskript einsenden könnte. Seither ist viel passiert: Corona, Hochwasser, Familiäres und der Brotjob bremsten das Projekt. Monatelang habe ich mitunter nicht eine Zeile zu Papier gebracht.

Schreibblockaden wechselten sich mit akutem Zeitmangel regelmäßig ab. Ich gebe zu, dass ich das ein oder andere Mal darüber nachgedacht habe, das Projekt einfach fallen zu lassen. Doch dieser Dämon, der sich mehr und mehr zu meinem ersten komplexen Antihelden entwickelte, verschwand nie ganz aus meinen Gedanken. Seine Geschichte verselbständigte sich, erzählte sich in meinem Kopf. Und so machte ich mir doch zusammenhanglose Notizen, verfasste Textschnipsel oder schrieb ein oder zwei Sätze unter den letzten Absatz.

Im letzten Jahr löste sich der Knoten. Die ursprünglich geplanten 200 Normseiten erweiterte ich zunächst auf 250, dann auf 300. Langsam ist ein Ende in Sicht. Ich freue mich jetzt darauf, in den nächsten Wochen das Wörtchen „Ende“ zu tippen.

Dann muss ich das Manuskript einreichen, bestenfalls einen neuen Autorenvertrag unterschreiben und mit der Nachbearbeitung und dem Lektorat beginnen. Mit viel Glück halte ich zum Ende des Jahres ein neues Buch in den Händen. Das wäre schön.

Schöner ist allerdings auch, dass diese lange Reise beendet sein wird und dass ich alles was in der Zeit zwischen der ersten Idee und der letzten Seite passiert ist, hinter mir lassen kann.